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Vortrag: „Luces y sombras de Senegal, el vecino emergente“ mit Pepe Naranjo im MUNA

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Vortrag: „Luces y sombras de Senegal, el vecino emergente“ mit Pepe Naranjo im MUNA

18-Sep-2019
Museo de Naturaleza y Arqueología
Calle Fuente Morales, s/n, 38003 Santa Cruz de Tenerife
Santa Cruz de Tenerife
Libre
922 53 58 16

Pepe Naranjo, der mit dem Premio Canarias de Comunicación ausgezeichnet wurde, nimm diese Woche am Festival der senegalesischen Kultur, MusaSenegal teil.

Senegal ist eines der afrikanischen Länder, das den Kanarischen Inseln am nächsten liegt. Dank seiner konsolidierten Demokratie und Stabilität, die in dieser Region durchaus nicht selbstverständlich sind, und dem kräftigen Wirtschaftswachstum in den vergangenen zehn Jahren, das den Senegal zu einer Nation mit mittlerem Einkommen gemacht hat, wurden in den letzten Jahren unzählige Netzwerke zwischen beiden Ländern eingerichtet, sei es im Bereich der Zusammenarbeit oder in der Wirtschaft, der bilateralen Beziehungen zwischen Institutionen oder der Zivilgesellschaft.

Dennoch bleibt der Senegal bis heute vielen ein Rätsel. Seine Geschichte, seine Kultur, seine ethnischen Gruppen, seine natürliche Umwelt, seine wichtige Rolle in Westafrika machen den Senegal zu einem besonderen Anziehungspunkt. Aber wie alle umliegenden Länder steht auch der Senegal vor enormen Herausforderungen, wie z. B. dem Thema Abfallentsorgung, dem Betteln von Kindern, das in seinen Städten omnipräsent ist, einem begrenzten Bildungssystem, Armut und Arbeitslosigkeit oder der Herausforderung der bevorstehenden Ausbeutung von Gas und Öl in seinen Gewässern.

Trotz dieser Dysfunktionen hat die senegalesische Zivilgesellschaft ausreichend Kapazität bewiesen, um die Dinge zu ändern oder den aktuellen Kurs zu korrigieren. So ist es 2012 zum Beispiel gelungen, den Sturz eines Präsidenten zu erzwingen, der für immer an der Macht bleiben wollte. Lebendig, inmitten des Wandels, widersprüchlich, in ihren Traditionen und Bräuchen verankert, aber gleichzeitig mit der Welt von heute verbunden, ist die senegalesische Gesellschaft ein authentisches Beispiel dessen, was uns der afrikanische Kontinent zu bieten hat. Nur, wenn wir einander besser kennen, können wir uns zusammen weiterentwickeln.

José Naranjo ist ein Journalist von den Kanarischen Inseln, der sich auf das Phänomen der afrikanischen Emigration nach Spanien spezialisiert hat. Seit 2011 arbeitet er freiberuflich und residiert im Westen Afrikas, konkret im Senegal und in Mali. Er arbeitet mit bekannten Medien, wie El País, Cadena Ser, Mundo Negro und der Tageszeitung La Provincia zusammen. Außerdem ist er Mitautor des Blogs „Africa no es un país“ in der Tageszeitung El País. Naranjo hat Themen wie den Krieg in Mali, die Ebola-Epidemie in Conakry (Guinea), Sierra Leone und Liberia, den Terrorismus im Sahel und die Migrationsrouten der afrikanischen Bevölkerung aus Ländern wie Senegal, Mali, Niger und Mauretanien behandelt. Er ist der Autor von Cayucos, mit dem zu den Finalisten des Premio Debate gehörte und Los Invisibles de Kolda. Seine Arbeiten wurden mit dem Premio Canarias de Comunicación 2016, dem Premio Derechos Humanos del Consejo General de la Abogacía Española 2007 und dem Premio Antonio Mompeón Motos de Periodismo 2006 ausgezeichnet.


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